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Cake day: April 18th, 2026

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  • Ich muss auf der Arbeit durchaus telefonieren und es ist ein Graus. Zum einen kommen Telefonate ungefragt rein. Leute rufen an und es ist ihnen total egal, ob man gerade konzentriert in einer Aufgabe sitzt, man irgendwas mit jemandem im Büro bespricht oder ob andere Themen gerade wichtiger sind. Man ruft an und hat sich direkt auf Platz 1 der Prioritätenliste gedrängelt. Das stört wirklich massiv. Natürlich sortiere ich meine zu erledigende Arbeit nach Wichtigkeit. Und da kann es natürlich sein, dass ich bestimmte Sachen nach hinten schiebe. Der Kunde, der zum Beispiel das Angebot will, hinter dem weniger Umsatz steckt, bekommt dieses logischerweise nach dem Kunden, der ein größeres Angebot will. Dummerweise drängen sich dann die Telefontypen ständig vor.

    Dazu kommt das große Problem, dass Kunden lügen. Ich kann ihnen am Telefon irgendetwas erzählen und dann drehen sie sich um und behaupten gegenüber anderen Kollegen, dass ich irgendwas ihnen so im Telefon gesagt hätte. Natürlich habe ich dir nicht versprochen, dass die Lieferung innerhalb von 2 Wochen erfolgen kann, Thorsten. Ich hab dir ausführlich erklärt, dass wir 6 Wochen brauchen und jetzt ruf nicht meinen Chef an und weine ihm vor, dass es nicht innerhalb von 2 Wochen geht. E-Mails verhindern vielleicht nicht diese Missverständnisse, auch da Lügen Kunden. Aber dann gibt es immerhin den Nachweis, dass ich dem Kunden 6 Wochen gesagt habe.

    Außerdem wäre es halt auch sehr cool, wenn Organisationen, die Dinge gerne telefonisch machen wollen, dann auch telefonisch zu erreichen wären. Aber ich häng dann beim Arzt stundenlang in der Warteschlange, das olle Callcenter hat immer überdurchschnittliche Auslastung und der Arschkeks, der auf den AB labert und um Rückruf bittet, ist dann nie zu sprechen

    Ach ja: Mails helfen auch, wenn Themen dann nach zig Monaten wieder auf die Agenda kommen. Ja, wir haben da irgendwie letzten fucking August mal drüber telefoniert. Nein, ich habe keine Ahnung, was da genau besprochen wurde an Details. Die Mail finde ich im Postfach und dann kann ich mich wieder einlesen










  • We have to be honest: Many people shouldn’t own dogs. Dogs shouldn’t be in small apartments while their owner is away at work. Dogs are social animals, they need company. Dogs shouldn’t be in an crowded environment where they have to pee in doorways, on cars or benches. Dogs need an environment where they can run freely and not only on a leash. If you can’t provide your dog with that, you shouldn’t buy one.

    And if you buy one, you need to train it to ensure that the dog is not a danger to other people and will not annoy them by barking at everything everytime.

    (the same applies to cats…)


  • So weit, so gut. Doch unter vielen Aspekten ist ein Alkoholverbot an Bahnhöfen zu einfach gedacht, denn das strukturelle Problem wird zum größten Teil einfach verdrängt. Häufig sind obdachlose Menschen alkoholkrank und leben teilweise in Bahnhöfen. Kaum bezahlbarer Wohnungsraum, Krankheiten und Arbeitsverlust: Das sind Gründe, weshalb Menschen zur Flasche greifen, um sich von ihrem Leid abzulenken. Ein Alkoholverbot bestraft sie für ihre Krankheit und Lebensumstände. Sollten sie sich an die Regeln halten, können sie sich eben ein paar Straßen weiter betrinken. Das Problem wird in den Bahnhöfen unsichtbar gemacht, aber eben nicht gelöst.

    Ich weiß ja nicht. Klar ist das scheiße, wenn Suchtkranke dann keine Hilfe bekommen. Aber gleichzeitig ist es halt schon schwierig, wenn sich die Probleme der Gesellschaft dann in den Bahnhöfen versammeln und andere Menschen sich dort unwohl und unsicher fühlen, weil es dann dort zunehmend auch unsicher ist. Es ist halt richtig kacke, wenn man nachts alleine durch die U-Bahn vorbei an einem Haufen Drogensüchtiger mit Hunden muss. Es ist miese, wenn man im Dunkeln am Bahnsteig wartet und dann dort Betrunkene rumpöbeln und einen ansprechen. Manchmal will man auch einfach nur morgens in Ruhe zur Arbeit und eben nicht von mehreren Leuten angebettelt werden.

    Ja, da gibt es definitiv das Bedürfnis, dass wir als Gesellschaft diesen Leuten helfen. Aber das heißt halt noch lange nicht, dass sie im Bahnhof dann saufen, wohnen oder Drogen konsumieren dürfen. Die Funktion eines Bahnhofs ist halt, dass dort sehr viele Menschen ihren Zug bekommen und wenn wir wollen, dass mehr Leute den ÖPNV nutzen, dann müssen wir auch dafür sorgen, dass mehr Leute sich dort wohl fühlen. Das bedeutet dann aber auch, dass halt nicht auf dem Bahnhofsvorplatz Crack geraucht wird und die Suchtis im Schließfach pennen


  • Im Endeffekt sehen wir ja das völlige Zerbröckeln der USA als Supermacht. Vorher, vor Donald Trump, gab es ja deutliche Anreize, sich in eine Allianz mit den USA zu begeben. Wir in Westdeutschland haben dort auch sehr lange sehr gut gelebt. Nun wird das alles absichtlich zerschlagen - nicht nur die militärischen Bündnisse, sondern auch die wirtschaftlichen Verflechtungen.

    Und wir sehen ja auch zum Beispiel im Krieg Russlands gegen die Ukraine, dass die Unterstützung der USA inklusive der NATO-Verpflichtungen extrem unsicher werden. Das führt automatisch dazu, dass sich Machtzentren verschieben, dass Staaten schauen müssen, wie sie sich gegen andere verteidigen. Eine andere Weltordnung entsteht gerade - nicht nur im Nahen Osten, sondern auch in Europa, in Asien und sicherlich auch in Afrika.


  • Conservatism consists of exactly one proposition, to wit: There must be in-groups whom the law protectes but does not bind, alongside out-groups whom the law binds but does not protect. There is nothing more or else to it, and there never has been, in any place or time. For millenia, conservatism had no name, because no other model of polity had ever been proposed. “The king can do no wrong.” In practice, this immunity was always extended to the king’s friends, however fungible a group they might have been. Today, we still have the king’s friends even where there is no king (dictator, etc.). Another way to look at this is that the king is a faction, rather than an individual. As the core proposition of conservatism is indefensible if stated baldly, it has always been surrounded by an elaborate backwash of pseudophilosophy, amounting over time to millions of pages. All such is axiomatically dishonest and undeserving of serious scrutiny. Today, the accelerating de-education of humanity has reached a point where the market for pseudophilosophy is vanishing; it is, as The Kids Say These Days, tl;dr . All that is left is the core proposition itself — backed up, no longer by misdirection and sophistry, but by violence. So this tells us what anti-conservatism must be: the proposition that the law cannot protect anyone unless it binds everyone, and cannot bind anyone unless it protects everyone.

    https://slate.com/business/2022/06/wilhoits-law-conservatives-frank-wilhoit.html

    Das trifft es aus meiner Sicht deutlich besser als diese sprachwissenschaftliche Erklärung. Der moderne Konservative ist halt alles, aber nicht konservativ. Was man gerade halt wunderbar an einem “konservativen” Donald Trump sehen kann, der alles zerstampft oder einem “konservativen” Friedrich Merz, der fleißig wichtige Fundamente unseres Staates schleifen will.